Katharinenkirche
Die Katharinenkirche ist Schmuckstück und Wahrzeichen Bechhofens und zugleich das älteste Bauwerk Bechhofens. Ihre Geschichte ist wechselreich und spannend.
Von 1364 -1410 regierte den Markt Bechhofen Heinrich Marschalk von Pappenheim samt Rittergut und Halsgericht. Unter seiner Herrschaft entstand das Wasserschloß an der Wieseth.
Es ist naheliegend, dass v. Pappenheim auch eine Schloßkapelle erbaute und diese nach der heiligen Katharina von Alexandrien weihen ließ. Diese Annahme hat insofern Bestand, als zur gleichen Zeit – im Jahre 1400 – Bischof Eyrich von Eichstätt einen 40tägigen Ablaß für diese Kirche stiftete.
Von 1410 bis 1617 diente sie als Schloßkapelle der Familie von Seckendorff. Anschließend übernahm sie die Markgrafschaft Ansbach und hatte seitdem die Baulast.
Jahrzehntelang war sie die Marktkirche; denn nur an den Markttagen wurde ein Gottesdienst gehalten. Dies änderte sich mit der Zerstörung des Marienmünsters zu Königshofen im Jahr 1632. Bis zum Wiederaufbau diente die Katharinenkirche nun der Gesamtgemeinde als Gotteshaus.
Die Markgrafen haben verschiedene Renovierungen an der Kirche veranlaßt. Dennoch konnte sie die stetig anwachsende Bevölkerung nicht mehr aufnehmen. Aus diesem Anlass beauftragte 1780 Markgraf Alexander seinen Hofbaumeister Johann David Steingruber damit die Kirche im Markgrafenstil umzubauen. Durch die neu eingezogenen Emporen wurden mehrere Sitzplätze gewonnen. und der Turm erhielt damals sein heutiges Aussehen.
Doch die Bevölkerung Bechhofens wuchs unaufhörlich weiter. Bald darauf fest, dass nur ein Neubau die Platzfrage lösen könne. Dies wurde jedoch erst 1922 Wirklichkeit.
Als 1922 die neue und um ein vielfach größere Johanniskirche ihrer Bestimmung übergeben wurde, geriet die Katharinenkirche scheinbar in Vergessenheit. Ihr Äußeres litt unter dem Zahn der Zeit und während des Krieges wurde das Gebäude arg mitgenommen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Rahmen einer Renovierung die Katharinenkirche dem Zweck einer Kriegerdedächtnisstätte zugeführt. Insbesondere die Nachkriegspfarrer Wallhofen und Morath setzten sich für den Erhalt des Gotteshauses ein, bis die Katharinenkirche unter Pfarrer Jürgensmeyer im Jahr 1970 ein fünfstimmiges Glockengeläut bekam.
1982 wurde das angrenzende Gasthaus „Zur Sonne“ abgerissen, seitdem ist sie als „ältestes Bauwerk“ von Bechhofen in den Blickpunkt des Marktplatzes gerückt.
Heute wird das von älteren Gemeindegliedern liebevoll "Alte Kirche" genannte Gotteshaus mit seinen rund 200 Sitzplätzen noch zu Andachten, kleineren Gottesdiensten, Taufen, Konzerten oder Vorträgen genutzt.
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