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Was fällt Ihnen eigentlich ein?

„Was fällt Ihnen eigentlich ein?“ – Eine ganze Menge, wenn Sie mich so fragen. Gerade jetzt, in der Sommerzeit, in der die Zeit manchmal stehen zu bleiben scheint, zumindest alles etwas ruhiger und entspannter zugeht.

Was fällt Ihnen eigentlich ein? Mir fällt zum Beispiel ein, wie gut es doch mal täte, meine Tage zu genießen. Genießen heißt ja gerade nicht, wahllos alles zu konsumieren, was sich einem anbietet. Es bedeutet, auszuwählen und sich auf das zu konzentrieren, was Freude bringt und gut tut: Ein Konzert besuchen, sich einen Spaziergang gönnen, ein interessantes Buch lesen, eine Einladung annehmen, einen spontanen Besuch machen.

Mir fällt auch ein, wie wichtig es manchmal sein kann, langsam zu sein.

Langsam sein kann heißen: Leben, ohne ständig auf die Uhr zu schielen; innehalten, bewusst die Umwelt wahrnehmen und wieder das Staunen lernen; nicht achtlos an Menschen und Natur vorbeihetzen, sondern stehenbleiben zum Gespräch, Eindrücke sammeln und über gemachte Erfahrungen nachdenken. Ich möchte nicht der Hase sein, der sein Lebensweg entlang hetzt und völlig ausgepowert an welchem Ziel auch immer ankommt. Ich bin lieber die Schildkröte, die zwar nicht weiß, wann sie ankommt, aber dafür das, was sie auf ihrem Weg gesehen hat, ganz genau noch weiß.

Mir fällt auch ein, wie wertvoll es sein kann gerade in dieser ruhigeren Zeit Blick auf den zu werfen, der noch etwas mehr verspricht als Entspannung und stressfreie Zeit.

Auf den, der uns innere Ruhe anbietet und der uns aufatmen lässt. „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt 11, 28) Mit diesem Angebot lädt Jesus alle gehetzten und belasteten Menschen ein, in seiner Nähe frei zu werden und zu sich selbst zu finden.

Ein Billig-Anbieter wie einige Reiseunternehmen ist er jedoch nicht; sein Preis: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir“ – oder mit anderen Worten: Macht euch mit meiner Art zu leben vertraut. Versucht euch hineinzudenken in meine Worte, in meine Ideen und Vorschläge für ein gutes Zusammenleben, in meine Vorstellungen von gegenseitiger Hilfe und Toleranz. Das fordert heraus, tut aber unglaublich gut. Probieren Sie es aus!

 

Was fällt Ihnen eigentlich ein? Eine ganze Menge, gerade jetzt, in der Sommerzeit, in der die Zeit manchmal stehen zu bleiben scheint, zumindest alles etwas ruhiger und entspannter zugeht wenn ich

Ich hoffe nur, dass ich es morgen nicht vergessen habe...

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