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100 Jahre Pfarrei Bechhofen
100 Jahre Pfarrei Bechhofen

Festgottesdienst

Wir wollen  Gott in einem Festgottesdienst am 14. Dezember um 10 Uhr in der Johanniskirche danken und ihn um den Segen für unsere Gemeinden bitten. Die Festpredigt wird Regionalbischof Helmut Völkel halten.

Sonntag, 14.Dezember - 10 Uhr - Johanniskirche
  • Empfang im Rathaus - 11 Uhr
  • Aktionsstand auf dem Weihnachtsmarkt - ab 12 Uhr
  • Kirchenführung und Turmbesteigung - 14 Uhr
  • Kirchenführung und Turmbesteigung - 15 Uhr
  • Adventssingen der Chöre - 18.30 Uhr

Was macht eine Pfarrei so besonders? Was macht unsere Pfarrei, die Kirchengemeinden Bechhofen und Sachsbach so besonders, dass wir am 14. Dezember ihr hundertjähriges Bestehen feiern?

Es sind nicht die Kirchen, derer drei auf unserem Gemeindegebiet stehen und nicht die Kapelle in Reichenau, allesamt Schmuckstücke und letztlich doch nur Zeugen der Gegenwart und Herrlichkeit Gottes.

Es ist das Leben, das Glaubensleben, das 100 Jahre die Geschichte der Gemeinde und der Marktgemeinde geprägt hat und heute noch prägt. Und so ist es auch geboten, den Blick zurück zu werfen, auf die 100 Jahre, in denen Sachsbach und Bechhofen eine eigenständige Pfarrei bildeten.

Durch schwere Zeiten ist die Pfarrei gegangen. Die Zeit des ersten Weltkrieges, durch die Pfarrer Johannes Hopfengärtner die Gemeinde führte, die dunkle Zeit des Nationalsozialismus, in der Pfarrer Geyer und Pfarrer Röhring der Gemeinde vorstand. Zeiten der Neuorientierung nach den Weltkriegen unter Pfarrer Wallhofen und Morath.

Glanzvolle Zeiten hat es gegeben. Die Einweihung der Johanniskirche 1922, nach mühevoller Anstrengung und ehrenamtlichem Engagement. Die Aufstockung der Glocken aller drei Kirchen unter Pfarrer Jürgensmeyer, durch den die Pfarrei eines der schönsten und größten Geläute Bayerns hat.

Pfarrer Werner, der in unermüdlichem Einsatz unter anderem durch die aufwendige Renovierung unseres Gemeindehauses in Erinnerung bleiben wird. Pfarrer Seiferlein, der in der finanziell angespannten Lage die Kirchengemeinde auf soliden Grund stellte und das Projekt Orgel in Angriff nahm. Und nicht zu vergessen die erste Pfarrerin in Bechhofen, Steffi Beck-Seiferlein, mit ihrer blühenden Kindergottesdienstarbeit.

Pfarrer und Diakone haben das Miteinander geprägt. Bei nahezu jedem Geburtstagsbesuch erfahre ich durch Geschichten und Erlebnissen, wie sie das Leben hier geprägt und Menschen bewegt haben. Und auch jeder von Ihnen wird mit dem Leben und Wirken dieser Geistlichen seine Erinnerungen haben.
Ehrenamtliche Mitarbeiter haben das Leben getragen. Ohne die Mitarbeit dieser fleißigen Helfer gäbe es ein solch lebendiges Glaubensleben heute nicht mehr.

Zu jeder Zeit stand die Kirchengemeinde Bechhofen und Sachsbach Herausforderungen gegenüber. So auch heute. Die immer schwieriger werdende Finanzsituation der Landeskirche und des Dekanats hat auch in Bechhofen ihre Spuren hinterlassen. Hinzu kommt die zunehmende Entfremdung vieler Menschen von der Kirche und vor allem von der Botschaft des Evangeliums. Harte Brocken, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen.

Zu jeder Zeit aber hat die Kirche und unsere Pfarrei von Gott auch die Kraft bekommen, die Herausforderungen anzupacken, für Menschen ein geistliches Zuhause zu sein, Orientierung und Trost zu geben für das Leben und mit der tatkräftigen und oft aufopfernder Mitarbeit vieler Ehrenamtlicher die Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden und zu leben.

Dafür, dass in den vergangenen 100 Jahren immer wieder Menschen ihren Glauben leben konnten und bis heute können, wollen wir Gott in einem Festgottesdienst am 14. Dezember um 10 Uhr in der Johanniskirche danken und ihn um den Segen für unsere Gemeinden bitten. Die Festpredigt wird Regionalbischof Helmut Völkel halten.